Heft-Countdown: #5 ist (fast) da Nachdem wir im letzten Heft das Lernen näher beleuchtet haben, widmen wir uns in Ausgabe #5 einer anderen kognitiven Leistung: dem Glauben. Auch wenn es zur Jahreszeit gepasst hätte, kommt der an den Weihnachtsmann darin nicht vor, dafür der Glaube an Götter, Geister, Globuli, die Filterblase, die Macht der Kultur und die Demokratie. Außerdem nehmen wir euch mit auf eine kleine Tour durch Dresdner Moscheen und – obgleich das mit Glauben weniger zu tun hat – zu einem eher zwielichtigen Ausflug in die Türkei. Ab 15.12. bekommt ihr das Heft wie üblich offline beim Händler eures Vertrauens oder hier bei uns im Shop! Release-Party: ein Jahr 360 GRAMM Ihr kennt das schon: Jede Ausgabe ist unsweiterlesen

  Ausgabe 4 ist da Nachdem wir jetzt eine Weile draußen waren, ist es an der Zeit, wieder rein zu gehen und es sich mit 360 GRAMM und einer Tasse Tee am Kamin gemütlich zu machen. Ausgabe #4 ist wie üblich keine reine Kopfsache, selbst wenn sich im Schwerpunkt diesmal alles ums Lernen dreht.weiterlesen

Was ist euch 360 GRAMM wert? Ein gutes Magazin hat seinen Preis. Unser liegt bei moderaten 4,90 €. Damit können wir momentan allerdings nicht einmal die technischen Kosten decken. Von der Bezahlung der Mitarbeiter ganz zu schweigen. Damit 360 GRAMM auch weiterhin die Dresdner Medienlandschaft bereichern kann, brauchen wir Kohle.weiterlesen

Schule fürs Leben Autor: Stefan Bast Zu wenige Lehrer in der Schule, zu viele Schüler in den Klassen. Extremer Leitungsdruck, Mobbing und die permanente Angst zu versagen. Das Image unserer Schulen könnte besser sein. Aber gibt es Lichtblicke, auch in Dresden. Beobachtungen aus dem Universum alternativer Bildungsideen.weiterlesen

Wer auf der Straße lebt, lernt vor allem das Schnorren und das Frieren. Mit der Straßenschule bietet die Treberhilfe Jugendlichen und jungen Erwachsenen in schwierigen Verhältnissen einen anderen Bildungsansatz. Dafür ist das Basisangebot des Vereins in der Neustadt erst mal gestorben. Denn der Stadtteil steht nicht auf dem »Prekarisierungsindex«.weiterlesen

komfortzone 360gramm

»Stadtluft macht frei« hieß es im Mittelalter. Rein in die Stadt, das bedeutete damals auch: raus aus politischen, rechtlichen und ökonomischen Abhängigkeiten. In feudale Strukturen eingebundene Landbewohner mit einem Minimum an Abenteuerlust flohen in die Städte,wo sie dem Zugriff ihrer Grundherren erst einmal entzogen waren und von ihnen »nach Jahr und Tag« auch nicht mehr zurückgefordert werden konnten. Wer es in die Stadt schaffte, hatte sich aus den Zwängen der Sippe und der feudalen Herrschaft befreit und verschwor sich mit Gleichgesinnten in einem ganz neuen Sozialgefüge, der Bürgerschaft.weiterlesen

360 GRAMM Vorspiel

Man sieht es auf den Elbwiesen, in den Parks, in den Biergärten: Dresden hat ein liebevolles Verhältnis zum Freiraum. Einmal konnte ich es sogar nachts in der Linie 8 erleben. Quietschend fuhr sie um die Kurven und man musste wie immer ein wenig dagegen halten, um mit dem Körper nicht zur Seite zu kippen.Es stiegen Typen ein, mit Bier in der Hand, lautstark in diesem Dresdner Singsang schwafelnd – eben die Art Mensch, bei deren Zustieg man die Musik in den Kopfhörer etwas aufdreht, eine Schublade im Kopf schließt und sich anderen Gedanken widmet.weiterlesen

360 Gramm Kulturbeutel

Der alte Intendant ist weg, der neue noch nicht da: Für Jürgen Reitzler und sein Interims-Team am Staatsschauspiel die Gelegenheit, sich im theatralen Freiraum auszutoben. Das Bild der großen Fußstapfen ist eigentlich ein bisschen ausgelatscht, aber wenn es um Wilfried Schulz geht, erscheint es wie eine Maßanfertigung: Sieben Jahre des erfolgreichen Einmischens und Haltungzeigens als Intendant am Staatsschauspiel Dresden lagen hinter ihm, als er mit Ende der Spielzeit 2015/16 nach Düsseldorf wechselte. Sein Nachfolger lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen: Schulz habe Schuhgröße 40, er selbst 45, sagte Joachim Klement, der designierte Intendant, kürzlich in einem Interview. Ziemlich lässig.weiterlesen

»Ich nenne Ismail manchmal Mutti«, sagt Jessica* und lacht. Ismail* grinst und zerknautscht einen blauen Gummiball, zwei Jungs aus Afghanistan decken den Tisch und machen Sambosa für neun Leute. Jessica schneidet die Zwiebeln. Es ist Abendessenszeit im Haus Kolombo. Hier wohnen 28 Jugendliche in der interkulturellen Wohngruppe zusammen. Die einen mussten ihre Eltern zurücklassen, als sie sich auf den mühseligen Weg nach Europa machten, die anderen können wegen Kindeswohlgefährdung, sexuellem Missbrauch, Drogen oder innerfamiliären Streitigkeiten nicht mehr bei ihren Eltern leben. Vor gut einem Jahr war das Haus noch ein Hotel, die Rezeption im Erdgeschoss, die Nummerierungen der einzelnen Zimmer sind bis heute vorhanden. Die Diakonie übernahm das Gebäude und wurde im Netz erst mal von »der  Niedersedlitzer Wellenlänge« attackiert,weiterlesen