Was ist euch 360 GRAMM wert? Ein gutes Magazin hat seinen Preis. Unser liegt bei moderaten 4,90 €. Damit können wir momentan allerdings nicht einmal die technischen Kosten decken. Von der Bezahlung der Mitarbeiter ganz zu schweigen. Damit 360 GRAMM auch weiterhin die Dresdner Medienlandschaft bereichern kann, brauchen wir Kohle.weiterlesen

Wenn das Wort »Glaube« fällt, fügt das Gehirn wie eine Suchmaschine automatisch »Liebe, Hoffnung« an. Und blendet man mal den ganzen Süßkram aus der Weihnachts- und Osterzeit aus, dann geht es zumindest aus christlicher Sicht ja genau darum. Weihnachten naht und die Kirchen werden auch dieses Jahr am Heiligen Abend gut gefüllt sein. Aber ein christlicher Glaube, beschränkt auf das Jahres- ende? Für das 360 GRAMM-Team war es an der Zeit, sich mit dem »Glauben« auseinanderzusetzen. Ein starkes Wort, das immer mehr Zusammenhänge preisgibt, je länger man darauf herumkaut. Harald Wagner, Professor an der Evangelischen Hochschule Dresden, fängt zunächst ganz von vorn an. »Warum wirweiterlesen

»Mach dir deine eigenen Götter und unterlasse es, dich mit einer schnöden Religion zu beflecken«, forderte einst Epikur. Drei Viertel der Dresdner folgen seinem Rat, ein Drittel sieht die Sache anders. Warum aber wollen die meisten dennoch an irgendetwas glauben? ■ Text: André Hennig In Dresden gibt es nicht nur jede Menge Sehenswürdigkeiten, sondern auch jede Menge Kirchen. Manche sind gleichzeitig Sehenswürdigkeiten, manche nicht, insgesamt stehen rund 70 davon im Stadtbild herum. Nehmen wir an, wenigstens die Hälfte der Dresdner wäre im kirchgangfähigen Alter, sie müssten sonntags, am siebten Tag der Woche, aus allen Nähten plat­zen: Rund 3.500 Gläubige füllten dann durch­schnittlich jedes Gotteshaus, um den Predigten evangelischerweiterlesen

In der Rubrik »Tellerrand« berichten wir normalerweise von Dingen, die es in Dresden nicht gibt, aber vielleicht geben sollte. Diesmal machen wir einen Ausflug in die Türkei. Dort geschehen Dinge, die nirgendwo geschehen sollten. Und die auch bei uns geschehen könnten, wenn wir nicht gut aufpassen. ■ Text: Charlotte Gneuß | Illustration: Katja Zadniček Ankunft in einem faschistischen Land. Und trotzdem Palmen. »Neofaschistisch«, korrigiert mich Kenan, der Begriffe sortiert, während er auf ein Lebenszeichen von seinem Freund hofft, der seit drei Monaten in Haft sitzt. Er heißt natürlich nicht Kenan, den Na­men habe ich geändert, darum hat er gebeten, drei­mal hat er mich darum gebeten,weiterlesen

Heft-Countdown: #5 ist (fast) da Nachdem wir im letzten Heft das Lernen näher beleuchtet haben, widmen wir uns in Ausgabe #5 einer anderen kognitiven Leistung: dem Glauben. Auch wenn es zur Jahreszeit gepasst hätte, kommt der an den Weihnachtsmann darin nicht vor, dafür der Glaube an Götter, Geister, Globuli, die Filterblase, die Macht der Kultur und die Demokratie. Außerdem nehmen wir euch mit auf eine kleine Tour durch Dresdner Moscheen und – obgleich das mit Glauben weniger zu tun hat – zu einem eher zwielichtigen Ausflug in die Türkei. Ab 15.12. bekommt ihr das Heft wie üblich offline beim Händler eures Vertrauens oder hier bei uns im Shop! Release-Party: ein Jahr 360 GRAMM Ihr kennt das schon: Jede Ausgabe ist unsweiterlesen

Schule fürs Leben Autor: Stefan Bast Zu wenige Lehrer in der Schule, zu viele Schüler in den Klassen. Extremer Leitungsdruck, Mobbing und die permanente Angst zu versagen. Das Image unserer Schulen könnte besser sein. Aber gibt es Lichtblicke, auch in Dresden. Beobachtungen aus dem Universum alternativer Bildungsideen.weiterlesen

Wer auf der Straße lebt, lernt vor allem das Schnorren und das Frieren. Mit der Straßenschule bietet die Treberhilfe Jugendlichen und jungen Erwachsenen in schwierigen Verhältnissen einen anderen Bildungsansatz. Dafür ist das Basisangebot des Vereins in der Neustadt erst mal gestorben. Denn der Stadtteil steht nicht auf dem »Prekarisierungsindex«.weiterlesen

  Ausgabe 4 ist da Nachdem wir jetzt eine Weile draußen waren, ist es an der Zeit, wieder rein zu gehen und es sich mit 360 GRAMM und einer Tasse Tee am Kamin gemütlich zu machen. Ausgabe #4 ist wie üblich keine reine Kopfsache, selbst wenn sich im Schwerpunkt diesmal alles ums Lernen dreht.weiterlesen

360 GRAMM Vorspiel

Man sieht es auf den Elbwiesen, in den Parks, in den Biergärten: Dresden hat ein liebevolles Verhältnis zum Freiraum. Einmal konnte ich es sogar nachts in der Linie 8 erleben. Quietschend fuhr sie um die Kurven und man musste wie immer ein wenig dagegen halten, um mit dem Körper nicht zur Seite zu kippen.Es stiegen Typen ein, mit Bier in der Hand, lautstark in diesem Dresdner Singsang schwafelnd – eben die Art Mensch, bei deren Zustieg man die Musik in den Kopfhörer etwas aufdreht, eine Schublade im Kopf schließt und sich anderen Gedanken widmet.weiterlesen