Spielen sei eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen könne, meinte einst der große Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau. Der Mann hat gut reden, denn was gibt es spielerischeres, als mit bunten Fischen zu tauchen. Aber ob nun ernst oder nicht, Fakt ist: Wenn wir nicht gerade arbeiten oder schlafen, ist doch sehr vieles im Leben pure Spielerei. Wir spielen sportlich um Tore oder Punkte, im Casino, beim Lotto oder auf der Rennbahn um Geld, an der Börse mit der Hofnung, im Park mit dem Hund, im Buddelkasten mit dem Kind, miteinander um Liebe oder Macht, auf den Marktplätzen der Eitelkeiten und des Kapitals um Einfluss und die besten Pfründen. Wir spielen, im virtuellen oder im realen Leben, mitweiterlesen

Texte: Romy Stein, Lisa Lebèus, Susanne Magister Im Fokus-Teil unseres Heftes betrachten wir diesmal ein menschliches Freizeitphänomen, das für viele seiner Anhänger weit mehr ist als ein bloßer Zeitvertreib: das themenbezogene Verkleidungs- und Rollenspiel für Erwachsene. Ein Schelm, wer dabei unwillkürlich an den aus der Medienwissenschaft und -psychologie stammenden Fachbegri des Eskapismus (Realitätsflucht) denken muss.weiterlesen

In Dresden wird gebaut. Vor allem Wohnungen wird die Stadt in naher Zukunft brauchen. Spielwiesen für Kreativräume und eine organische Stadtentwicklung von unten werden da knapp. Text: Juliane Horn Robert Bosch kommt. Philipp Moris zieht nach. Die ganz Großen wollen bauen: zwei Fabriken mit 700 Arbeitsplätzen in der Halbleiterindustrie und 550 in der Tabakindustrie. In Dresden. Sicher, das ist ein Paukenschlag für die Industrie und Nahrung für den Traum vom Technologiestandort Dresden. Die Stadt erwartet einen Zuwachs von rund 30.000 Menschen in den nächsten zehn Jahren. Doch ein kurzer Blick auf die Innenstadt reicht, um zu wissen, was das auch bedeutet: Grün ächen werden bebaut,weiterlesen