In Dresden wird gebaut. Vor allem Wohnungen wird die Stadt in naher Zukunft brauchen. Spielwiesen für Kreativräume und eine organische Stadtentwicklung von unten werden da knapp.

Text: Juliane Horn

Robert Bosch kommt. Philipp Moris zieht nach. Die ganz Großen wollen bauen: zwei Fabriken mit 700 Arbeitsplätzen in der Halbleiterindustrie und 550 in der Tabakindustrie. In Dresden. Sicher, das ist ein Paukenschlag für die Industrie und Nahrung für den Traum vom Technologiestandort Dresden. Die Stadt erwartet einen Zuwachs von rund 30.000 Menschen in den nächsten zehn Jahren. Doch ein kurzer Blick auf die Innenstadt reicht, um zu wissen, was das auch bedeutet: Grün ächen werden bebaut, Altbestände abgerissen oder saniert, Neubauten errichtet. Vom Turm der Kreuzkirche aus lassen sich mindestens 15 Kräne im Stadtpanorama zählen. Schließlich wird Wohnraum dringend benötigt. Zumal Dresden auch noch die Stadt mit der höchsten Geburtenrate in Deutschland ist.

Die Folgen dieses demographischen Wandels sind im Immo- bilienmarkt und in der Stadtentwicklung Dresdens deutlich zu spüren. Für die einen sind sie ein Segen. Für die anderen ein Fluch. Folgt man Berichten über den Dresdner Immobilien- markt wird schnell klar: Wer Geld hat, der sollte investieren. Der Markt zeichnet sich, aus Sicht der Immobilienwirtschaft, derzeit durch eine gute Preisentwicklung aus: Den zum Preis X gekauften Quadratmeter verkauft man schon mal für das Zehn- fache weiter. Kein Wunder also, dass Grundstücke oder Gebäude vom Ankauf bis zur Fertigstellung oft mehrfach den Besitzer wechseln. Die andere Seite der Medaille: Mieter beklagen sich, …

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